Die Animationslüge

Juli 16, 2008

Halli hallo,

wie ihr alle wisst, ist ja die ramazottinische Familie eher etwas behäbig, wie ein schwerer Teig ( sorry Martin, mir hat das soooo gut gefallen, ich mußte es hier mit einbringen ;-) . Im Urlaub waren wir bis jetzt auch nicht anders, warum auch?  Trotzdem schauten mein GG und ich  immer neidisch auf die anderen Eltern, deren Kinder stunden-, wenn nicht tagelang in der Kinderanimation verschwunden waren. Unsere Knirpse sahen es eher als Strafe an, in einen sogenannten MUNGOCLUB zu gehen. Na ja, wir ergaben uns fast elf Jahre unserem Schicksal, aber dieses Jahr sollte es anders werden!

Als Eltern sollte man ja Vorbild sein! (stand einmal in einem Erziehungsberater). Wir fassten den Plan, unseren Kindern vollaktive Eltern vorzuspielen, denen es übermäßige Freude bereitet im Urlaub bei Sonnenaufgang am Strand barfuß zu joggen, danach eine Runde im noch frischen Meerwasser zu schwimmen um danach fit zu sein für eine Probestunde Tennis! (solche Leute gibt es tatsächlich!! ungelogen).

Nach dem Tennis waren wir bereit für ein vollwertiges Frühstück mit ballaststoffreichem Müsli, daß man selbst ernten, dreschen und durch die Mühle drehen konnte. Anstatt Kaffee tranken wir Molkedrinks mit frischausgepressten Karotten. Jetzt endlich durften wir in die Badesachen springen und uns an dem kleinen, netten und immer gern gespielten Spiel „Poolliegesuchen“ beteiligen. Da wir aber in dieser Sache noch Anfänger waren, hatten wir immer nur die Liegen in der letzten Reihe ergattern können.

Unsere Kinder, so hofften wir, werden sich ein Beispiel an uns nehmen und sich auch etwas „animieren“ lassen. Jedenfalls ging es nach der Mittagspause mit Poolspiele und Wassergymnastik weiter. Nachmittags machten wir nun den Strand unsicher mit Wasserski, Kanu- und Wasserbananafahren. Vor dem Abendessen gingen wir schnell noch zu Aerobic und Steppen für Anfänger. Unsere Kinder schauten uns mit großen Augen an und erkannten ihre eigene Eltern nicht wieder! Uns machten diese Aktivitäten überhaupt keinen Spaß. Am anstrengensten war das Vorspielen der Wir lauerten  nur darauf, dass sich unsere Kiddies  endlich im MUNGOCLUB anmeldeten. Aber nichts in dieser Richtung geschah, im Gegenteil, immer wenn die „Animierdamen“ kamen, um die Kinder zu „einzufangen“, hatten diese sie schon erspäht und sich hinter den Palmen versteckt!

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir hielten diese Scharade nicht lange durch, da wir ständig in der Show einschliefen. Wir kapitulierten! Also, bekannten wir uns wieder als „Faulisten“ und begannen endlich unseren wohlverdienten Faulenzerurlaub!

……bis mein Mann anfing Katamaran zu segeln, aber das erzählie ich ein anderesmal!


Umzugsübung

Juli 14, 2008

Halli Hallo

Eigentlich wollte ich ja euch aus dem Urlaub „live“ berichten. Leider ging das nicht so weil

1.) die PC im Hotel ständig von den jungen Leuten und anderen Hausfrauen belagert waren

2.) ich zwar meinen Blog lesen, aber nicht bearbeiten konnte

3.) ich gar keine Zeit hatte, weil ich ja mich für das Dauerliegenliegen angemeldet hatte

Wer kennt das nicht. Die ganze Familie kommt nachts um halb zwei im Hotel an, wohlbemerkt bei immernoch 28 Grad und einer gefühlten Luftfeuchtigkeit von 120 Prozent! Nach dem ersten AHHH und OHHH und ausfüllen der Hotelpapiere bekommt man die Zimmerschlüssel, danach geht man aufs Zimmer…..

Nicht so bei Ramazottines, weil wir das Hotel bereits kannten, stürmten wir gleich an die „Wunderbar“ denn die hat 24h offen und bestellten uns gleich 4 frischgezapfte Bier, die Kinder bekamen Cola, danach rannten wir noch schnell am „Mitternachstsnackbuffet“ vorbei, schauten uns noch den Abspann des „OpenAir Films“ an.  Leider war die heutige „ShowTime“ schon gelaufen, aber die Disco hatte noch offen…. Erst dann schlichen wir zur Rezeption, füllten unsere Papiere aus und ließen uns unser neues Zuhause für zwei Wochen zeigen. Müde und erledigt von der langen Reise, vielen wir alle vier in einen mumienähnlichen Tiefschlaf.

Am nächsten Morgen schoben wir unsere Schlafzimmervorhänge auf und wurden von einer schönen, scheinenden Sonne geweckt und schauten auf das vorunsauftuende, hellblaue Meer. Meer! Meer! Ich sagte Meer! nicht Aktivity Pool!!!! Wir hatten Meerblick gebucht und nicht AktivityPoolBlick! mit entsprechender Geräuschkulisse. Animateure (wirklich nettaussehende, dazu später mehr) die in einem freundlich, bestimmten Ton immer Waaaaaaaaaaaserboall, Waaaaaaasergymnastik, Poooooooolspiele etc. auf deutsch, englisch, französich und anscheindend russisch trällerten.

Wir standen vor unserer ersten wirklichen Entscheidung dieses Urlaubes. Bleiben oder Umziehen! In unserem gesamten Urlaubsleben hatten wir sowas noch nie gemacht. Ein Zimmer für nicht schön zu erklären und uns allen Mut zusammenzunehmen um an die Rezeption zu gehen um sich zu Beschweren! Oh Gott!! Wie macht man den sowas? Wir dachten uns: „Andere (hallo liebe Schwägerin ;-) ) machen das ständig! Und außerdem könnten wir schon einmal das „Umziehen“ üben.“

Wie gut das ich die Entzugskisten dabei hatte!!!

Also, wir bekamen unser Zimmer mit Meerblick, das auch etwas größer war, als das Andere. Ich packte alles wieder in meine kleinen Kisten und schleppte sie über die Feuertreppe quer über die Gänge in das neue Zimmer. Währenddessen hatte mein GG schon das Zimmer komplett renoviert! Einziger Nachteil an der Sache war, dass die Hotelleitung mich bei dieser Aktion als Zimmermädchen vertauschte und mir einen Putzwagen und eine Zimmermädchengarderobe verpassten. Meinen Mann traf ich mit Strohhut und grünem Overall mit dem Aufdruck „Greenkeeper“ und einem Rasenmäher im Hotelpark wieder. Und die Kinder? Die Kinder saßen vergnügt an der Poolbar und ließen sich eine Cola nach der Anderen bringen.


Jeder Urlaub hat ein Ende :-(

Juli 13, 2008

Halli, hallo

i`m back!!!

Mit einem Koffer neuer Ideen, die sich mal nicht oder fast nicht ums umziehen drehen, da ich im Moment dieses Thema TOTAL verdrängt habe. Jetzt gibt es erstmal lustige Geschichten passend zu Urlaub und Ferien…..

Zum Beispiel die Animationslüge, das spezielle Liegenreservierungssystem …. also ich bin auch mal wieder gepannt, was dabei wieder herauskommt….

bis dann


Entzugserscheinungen im Urlaub

Juni 28, 2008

Halli Hallo

Damit ich keine Entzugserscheinungen im Urlaub bekomme, hat mir mein Göttinnengatten etwas ganz besonderes mitgebracht! Eine Miniumzugfaltkiste! Oh wie süß! Die ist ganz niedlich!  Die Aufbauanleitung ist so kleingedruckt, daß man sie mit der Lupe lesen muß. Das Zusammenfalten macht man besser mit einer Pinzette oder besser mit zwei Pinzetten.

Diese Entzugsboxen bekommt man in verschiedenen Größen, da wir aber mit dem Flugzeug in Urlaub fliegen, hat sich mein GG für die kleinste Variante entschieden. In der Entzugsbox1 für Umzügler ist noch ein Minimarker drin, damit ich das Kistchen noch sinnvoll beschriften kann. Außerdem habe ich noch Klebestreifen, Seidenpapier zum Gläserverpacken und Polsterfolie gefunden.

Also wenn es mir im Urlaub langweilig wird, werde ich einfach meine Minifaltkiste aus der Entzugsbox nehmen, zusammenbauen und mit Sachen aus unserem Hotelzimmer beladen. (Die Minifaltkisten sind echte Raum- und Platzwunder! ) Sie ordentlich nach Ramazottines System beschriften und dann in ein anderes Zimmer bringen, um sie dort wieder auszupacken.

Was mein Göttinnengatten aber noch nicht weiß, ich habe ihm die Entzugsbox2 gekauft! Alles für den Innenanstrich! Da findet man sowas wie ein Töpfchen Dispersionsfarbe weiß mit Pinselchen (sieht eigentlich aus wie Nagellack) ein Miniabroller mit Zubehör, Abklebebändchen und Minifolie zum Abdecken. Am witzigsten fand ich den Minizeitungshut!

Während ich mein Kistchen immer be- und entlade, wird voraussichtlich mein Gatte das Hotelzimmer quadratzentimenterweise streichen. Macht aber nix, in Tunesien ist es sowieso in der Mittagszeit nicht auszuhalten und die Zimmer sind ja klimatisiert. Folgedessen machen wir auch was für unsere Gesundheit!

Und unsere Kinder? Die schicken wir in die Kinderbetreuung, die sind uns doch nur im Weg bei dem ganzen Hotelzimmerrenovierungs- und -umzugsstreß.


Darf eine Hausfrau Urlaub machen?

Juni 27, 2008
Halli Hallo
Zuerst muss ich euch erst einmal den Begriff „Urlaub“ erklären, denn nicht jeder bekommt ihn oder ist ihm würdig.
Zuerst die Aussprache:
  [ˈuːɐ̯laʊ̯p], Plural: [ˈuːɐ̯laʊ̯bə]         (versteht das jemand??)
Bedeutung:
 „Urlaub ist die Zeit, die ein arbeitsfähiger Arbeitnehmer, Beamter oder auch Selbständiger von seinem Arbeitsplatz berechtigt fernbleibt, obwohl nach Tages- und Wochenzeit eigentlich Arbeitsleistungen zu erbringen wären.“

 

Liest hier jemand das Wort Hausfrau und Mutter????? Nein!!! Selbst wenn ich alle Buchstaben durcheinander mische und neu sortiere? Darf ich keinen Urlaub haben? Wie bitteschön soll ich meine Arbeitskraft erhalten und wiederherstellen?
Das ist nämlich der Sinn und Zwecks eines Erholungsurlaubs!

 

Doch ich kann aufatmen, denn Begriffserklärung geht ja noch weiter: „Der Begriff leitet sich vom alt- bzw.mittelhochdeutschem Wort für „erlauben“ her. So fragten im Hochmittelalter Ritter ihren Lehnsherren um urloup, also „Urlaub“, um in eine Schlacht zu ziehen.“

Wenn ich dies nun auf den Ramazottinischen Haushalt beziehe, komme ich auf folgendes Ergebnis:

Ich, der Ritter, frage meinen Lehnsherren, in diesem Falle meinen Göttinengatten, um Erlaubnis, in die Schlacht, also sprich in Ferien zu ziehen. Na da bin ich einmal gespannt, ob ich die erhoffte Erlaubnis bekomme….

Also, was ich euch allen eigentlich mit dem Artikel sagen will ist einzig, dass ich ab Samstag für zwei Wochen in Urlaub bin und wahrscheinlich mein Blog etwas verwaist.

Ich wünsche mir und meiner Familie einen schönen, erholsamen Urlaub und euch auch. 

Schaut mal zwischendurch rein, vielleicht passiert ja was in der Zwischenzeit