Die vergessene Martinsgans

Oktober 21, 2009

Halli Hallo

Was macht man, wenn nicht einschlafen kann? Genau! Man sinniert über eine vergessene Martinsgans.

Zur Vorgeschichte:

Als Ramazottine noch Kind war, gab es in ihrem Heimatdorf immer am 10. November den berühmten Laternenumzug mit St. Martin auf dem Pferd, ein riesiges Feuer und danach noch eine Cola mit Hefebrezel in der Festhalle. Jedes Jahr gab es auch eine Verlosung der Martinsgänse. In den 70 Jahren tatsächlich noch lebende Exemplare und später dann Tiefkühlgänse. Ich denke vom Transport her, war das auch besser! Weil die lebende Gans nicht in die Tüte passte. In den 70 er gab Ramazottine ihr spärliches Taschengeld für Lose aus und gewann nie eine Gans auch in den 80 er und 90 er sollte es so sein. Sie probierte es Jahr für Jahr. Es gewannen immer die Leute vom Roten Kreuz und der Feuerwehr das Federvieh (das jetzt keine Federn mehr hatte, da es ja tiefgekühlt war). Komischerweise hat sich das bis jetzt nicht geändert, es gewannen irgendwie immer die Gleichen. Seit 2000 gab es nun wieder eine Änderung erster Preis war jetzt Bargeld in Höhe von 50 Euro und danach kamen die Gänse. Spulen wir mal vor an den 10.11.2006. Ramazottine sitzt wie jedes Jahr in der Festhalle und hat zum ersten Mal keine Lose gekauft, weil sie beschlossen hat, dass sie keine Gans mehr mag!! Gründe gab es genug: nimmt nur Platz weg in der Gefriertruhe oder beim Braten versifft sie den Backofen…..

Nur sie hat die Rechnung jetzt ohne ihre Kinder gemacht (haha) die hatten nämlich von ihren Paten Losgeld bekommen. Stolz präsentierten sie ihre Glücksnummern. Und es kam so wie es kommen musste: sie gewannen eine Martinsgans! toll! *freu* *grummel* Und so kam es, dass Ramazottines eine Tiefkühlgans nun ihr Eigen nennen durften. Sie durfte auch gleich in die Tiefkühltruhe. Sie hat es dort auch wirklich bequem, zwischen Eiskonfekt und Tiefkühlshrimps. Ein Jahr verging und die Gans hatte sich ganz unten in der linken Ecke versteckt. Voriges Jahr stand nun der Umzug nach Baden Württemberg an. Mittlerweile hatte die Tiekügans schon einen Namen: Agathe Frost, wir nennen sie aber immer nur Agathe!. Und ihr wisst, was mit Dingen passiert, die einen Namen haben….sie ziehen einfach mit um! So ist nun Agathe wahrscheinlich von Polen ins Saarland und vom Saarland nach Baden Württemberg gezogen. Agathe hat jetzt besondere Aufgaben zugewiesen bekommen. Im Sommer ist sie praktisch für Getränke kühl zu halten (bevor sie auftaut, nimmt man sie aus der Kühlbox raus und gibt sie wieder in die Truhe) An Helloween kommt eine Kerze …….und  am Martinstag wird sie herausgenommen, hübsch und gemacht. Danach ziehen wir mit unseren selbstgebastelten Laternen um den Tisch herum ,worauf Agathe aufbebahrt ist, und singen Lieder. Ach unsere Agathe, bin doch froh, dass ich Dich gewonnen habe.! ;-)

Rechnerisch würde ich sagen, hätte ich von dem „verlosten“ Taschengeld mindestens einen ganzen Gänsestall bekommen….

Und wenn wir in Urlaub fahre, bekommt Agathe Besuch von Heinrich & Henriette ,den Tiefkühlhähnchen. Und was da abgeht, wollt ihr nicht wissen!!!

agathe Das ist Agathe


Ein Tag am Strand Teil 2 – Wasserspott statt Wassersport!!

Juli 22, 2008

Halli Hallo

Habt ihr gewusst, dass 90 % aller Frauen nicht gerne Wasserbanane fahren? Die Gründe sind ganz einfach: Erstens haben sie Angst nicht galant genug auf die Wasserbanane am Strand aufzusteigen und zweitens, falls sie mal im Meer runtergeworfen werden erst recht nicht mehr drauf kommen. Ich gehöre zu diesen 90%!

Ich  h a s s e  Wasserbananefahren! Aber was blieb mir übrig, da meine Kinder noch nicht alleine mitfahren durften. Ihr müsst wissen, dass das bei uns im Urlaub inklusive war. Man konnte Bananefahren bis zum erbrechen.

Es war wieder so ein berühmter Tag, als ich mich mal wieder breit schlagen ließ um mit der ganzen Familie Wasserbanane zu fahren. Ich wartete bis das Gerät nahe genug am Strand war, um ohne  Anstrengungen aufzusteigen. Geklappt! Ich saß in der Mitte, alles passte und wir gaben dem Motorbootfahrer ein Zeichen zum losfahren. Super! „So schlecht ist das gar nicht, wenn man mal drauf saß.“ dachte ich mir. Dann machte der Bootfahrer halt und gab Zeichen, dass ich aus irgendwelchen Gründen den Platz ganz hinten einnehmen und mein Sohn in die Mitte sollte. Mitten auf dem Meer mussten wir umsteigen. Das war bestimmt schon ein Foto wert. 

Danach ging es zackig weiter, mit mir als Letzte. Normalerweise ging die Fahrt etwas hinaus aufs Meer und danach kommt eine kleine Wendung und dann geht es zurück an den Strand. Heute war nur die Wendung etwas geschwinder und schwups hatte ich keinen Halt mehr, konnte weder mich festhalten, geschweige noch was rufen. Platsch! Ich tauchte ab in die Tiefen des tunesischen Meeres. ….und? …und keiner merkte es. Ich hing wie ein Schwimmer an der Angel im Meer mit meiner Schwimmweste und keiner vermisste mich auf der von mir wegraßenden Wasserbanane.  Die hatten es echt nicht gemerkt! Oder vielleicht doch?

Ich sah mich schon als Haifutter oder von alten tunesischen Fischern aufgegriffen und ins Harem gesteckt….! Irgendwann scheint ihnen doch aufgefallen zu sein, dass das vorher kreischende und johlende Wesen plötzlich verstummt oder gar nicht mehr an Bord war. Schließlich drehte das Motorboot und sammelte mich ein. Diese Aktion war dann noch die Krönung des Ganzen. Da ich vorher zur Massage war und am ganzen Körper mit Babyöl eingeölt war, hievten die Männer mich wieder auf die Banane, leider verkehrt herum! Dies war mir aber so was von egal, Hauptsache wieder zurück am Strand.

Ich hänge nun bestimmt als „dümmste Touristin“ an der Pinnwand der Wassersportstation und bin wöchentlich bei „Ups“ die Pannenshow zu sehen.

 Natürlich kein Bild von mir!!!