Ein Tag am Strand Teil 2 – Wasserspott statt Wassersport!!

Juli 22, 2008

Halli Hallo

Habt ihr gewusst, dass 90 % aller Frauen nicht gerne Wasserbanane fahren? Die Gründe sind ganz einfach: Erstens haben sie Angst nicht galant genug auf die Wasserbanane am Strand aufzusteigen und zweitens, falls sie mal im Meer runtergeworfen werden erst recht nicht mehr drauf kommen. Ich gehöre zu diesen 90%!

Ich  h a s s e  Wasserbananefahren! Aber was blieb mir übrig, da meine Kinder noch nicht alleine mitfahren durften. Ihr müsst wissen, dass das bei uns im Urlaub inklusive war. Man konnte Bananefahren bis zum erbrechen.

Es war wieder so ein berühmter Tag, als ich mich mal wieder breit schlagen ließ um mit der ganzen Familie Wasserbanane zu fahren. Ich wartete bis das Gerät nahe genug am Strand war, um ohne  Anstrengungen aufzusteigen. Geklappt! Ich saß in der Mitte, alles passte und wir gaben dem Motorbootfahrer ein Zeichen zum losfahren. Super! „So schlecht ist das gar nicht, wenn man mal drauf saß.“ dachte ich mir. Dann machte der Bootfahrer halt und gab Zeichen, dass ich aus irgendwelchen Gründen den Platz ganz hinten einnehmen und mein Sohn in die Mitte sollte. Mitten auf dem Meer mussten wir umsteigen. Das war bestimmt schon ein Foto wert. 

Danach ging es zackig weiter, mit mir als Letzte. Normalerweise ging die Fahrt etwas hinaus aufs Meer und danach kommt eine kleine Wendung und dann geht es zurück an den Strand. Heute war nur die Wendung etwas geschwinder und schwups hatte ich keinen Halt mehr, konnte weder mich festhalten, geschweige noch was rufen. Platsch! Ich tauchte ab in die Tiefen des tunesischen Meeres. ….und? …und keiner merkte es. Ich hing wie ein Schwimmer an der Angel im Meer mit meiner Schwimmweste und keiner vermisste mich auf der von mir wegraßenden Wasserbanane.  Die hatten es echt nicht gemerkt! Oder vielleicht doch?

Ich sah mich schon als Haifutter oder von alten tunesischen Fischern aufgegriffen und ins Harem gesteckt….! Irgendwann scheint ihnen doch aufgefallen zu sein, dass das vorher kreischende und johlende Wesen plötzlich verstummt oder gar nicht mehr an Bord war. Schließlich drehte das Motorboot und sammelte mich ein. Diese Aktion war dann noch die Krönung des Ganzen. Da ich vorher zur Massage war und am ganzen Körper mit Babyöl eingeölt war, hievten die Männer mich wieder auf die Banane, leider verkehrt herum! Dies war mir aber so was von egal, Hauptsache wieder zurück am Strand.

Ich hänge nun bestimmt als „dümmste Touristin“ an der Pinnwand der Wassersportstation und bin wöchentlich bei „Ups“ die Pannenshow zu sehen.

 Natürlich kein Bild von mir!!!


Was kostet deine Frau?

Juli 18, 2008

Halli hallo,

wer schon einmal in Tunesien in Urlaub war, weiß das dort immer gehandelt wird. Sei es auf dem Bazar oder im Maurischen Kaffee. Und man weiß auch, dass die tunesischen Männer gerne blonde Frauen sehen! Da hatte ich wiederum Glück, da Ramazottine eine kleine Frau  mit einer wirren dunklen Haarpracht ist. Das hatten die Tunesier zu Hause auch, die brauchten nicht noch so eine. Dachte ich jedenfalls!

Mich hatte wohl Jhamel von der Wassersportstation des Hotels ins Auge gefasst. Anscheinend wollte er sein „Taschengeld“ etwas aufbessern. Aber es liefen doch sooo viele Blonde rum! Keine Ahnung, aber er fragte jedes mal meinen GG: „Hey, was kostet deine Frau?“, dieser lachte und verstand die Frage nicht so recht. “ Isch gebe dir 100 Kamäle, und isch griege deine Frau!“ „Das darf doch nicht wahr sein“ mischte ich mich in das Gespräch ein “ 100 Kamele sind viel zu wenig“. „Na gut“, entgegnete mir Jhamel, dessen Name ich bis jetzt noch gar nicht kannte. „500 Kamäle“. Beleidigt zog ich ab. 500 Kamele für mich! bah! viel zu billig. Mein GG blieb noch einige Zeit bedropst am Strand stehen und überlegte anscheinend, was er mit 500 Kamelen und ohne Frau anstellen soll.

Am nächsten Tag gingen die Verhandlungen munter weiter. Jhamel gab ein weiteres Angebot ab: 500 Kamäle und einen Esel! Ich feilschte und handelte munter weiter. Am Ende des Tages waren wir bei 500 Kamelen einen weißen Esel und einer Ziege. Man muß sich das überlegen: ICH feilschte um MICH! und mein GG überlegte immer noch, was er mit dem Viehzeugs anstellen soll und meine Kinder? Die übernahmen jetzt das Handeln und schlugen noch eine Playstation und einen großen Fernseher und ein Nintendo raus! (Natürlich heimlich!) Toll! und ich sah mich schon segelbootschrubbend und wasserbananenpolierend am tunesischen Strand dahintrocknen um abends im Harem zu den 12 anderen Touristinnen gesperrt zu werden!

Abends beobachtete ich meinen Mann, wie er sich mit dem Chef des Maurischen Kaffees über die örtlichen Preise für Kamele erkundigte und wo man sie am Besten verkaufen könne. Um den Esel und die Ziege könne sich ja seine Mutter kümmern, hörte ich ihn noch auf französisch sagen. Meine beiden Buben fand ich im Internetkaffee und erwischte sie dabei, als sie die neuesten Playstationspiele bei Amazon bestellten. Und das sollte mein Urlaub sein! Gott sei dank erfuhr ich, dass es in Tunesien im Moment eine Kamelknappheit und es überhaupt keine weißen Esle gab. Jhamel konnte gar keine 500 Kamäle zusammentreiben.

 Also konnte ich mich wieder beruhigt meiner liebsten Beschäftigung, dem Dauerliegeliegen, zuwenden und den Urlaub genießen.