Die Animationslüge

Halli hallo,

wie ihr alle wisst, ist ja die ramazottinische Familie eher etwas behäbig, wie ein schwerer Teig ( sorry Martin, mir hat das soooo gut gefallen, ich mußte es hier mit einbringen ;-). Im Urlaub waren wir bis jetzt auch nicht anders, warum auch?  Trotzdem schauten mein GG und ich  immer neidisch auf die anderen Eltern, deren Kinder stunden-, wenn nicht tagelang in der Kinderanimation verschwunden waren. Unsere Knirpse sahen es eher als Strafe an, in einen sogenannten MUNGOCLUB zu gehen. Na ja, wir ergaben uns fast elf Jahre unserem Schicksal, aber dieses Jahr sollte es anders werden!

Als Eltern sollte man ja Vorbild sein! (stand einmal in einem Erziehungsberater). Wir fassten den Plan, unseren Kindern vollaktive Eltern vorzuspielen, denen es übermäßige Freude bereitet im Urlaub bei Sonnenaufgang am Strand barfuß zu joggen, danach eine Runde im noch frischen Meerwasser zu schwimmen um danach fit zu sein für eine Probestunde Tennis! (solche Leute gibt es tatsächlich!! ungelogen).

Nach dem Tennis waren wir bereit für ein vollwertiges Frühstück mit ballaststoffreichem Müsli, daß man selbst ernten, dreschen und durch die Mühle drehen konnte. Anstatt Kaffee tranken wir Molkedrinks mit frischausgepressten Karotten. Jetzt endlich durften wir in die Badesachen springen und uns an dem kleinen, netten und immer gern gespielten Spiel „Poolliegesuchen“ beteiligen. Da wir aber in dieser Sache noch Anfänger waren, hatten wir immer nur die Liegen in der letzten Reihe ergattern können.

Unsere Kinder, so hofften wir, werden sich ein Beispiel an uns nehmen und sich auch etwas „animieren“ lassen. Jedenfalls ging es nach der Mittagspause mit Poolspiele und Wassergymnastik weiter. Nachmittags machten wir nun den Strand unsicher mit Wasserski, Kanu- und Wasserbananafahren. Vor dem Abendessen gingen wir schnell noch zu Aerobic und Steppen für Anfänger. Unsere Kinder schauten uns mit großen Augen an und erkannten ihre eigene Eltern nicht wieder! Uns machten diese Aktivitäten überhaupt keinen Spaß. Am anstrengensten war das Vorspielen der Wir lauerten  nur darauf, dass sich unsere Kiddies  endlich im MUNGOCLUB anmeldeten. Aber nichts in dieser Richtung geschah, im Gegenteil, immer wenn die „Animierdamen“ kamen, um die Kinder zu „einzufangen“, hatten diese sie schon erspäht und sich hinter den Palmen versteckt!

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir hielten diese Scharade nicht lange durch, da wir ständig in der Show einschliefen. Wir kapitulierten! Also, bekannten wir uns wieder als „Faulisten“ und begannen endlich unseren wohlverdienten Faulenzerurlaub!

……bis mein Mann anfing Katamaran zu segeln, aber das erzählie ich ein anderesmal!

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