Die Geschichte vom einsamen Eselchen

Halli Hallo

Erstmal muß ich wieder gaaaanz vorne anfangen. In meinem Heimatdorf und Umgebung ist es so, dass jeder Ort einen „Utznamen“ oh Gott, was heißt das auf Hochdeutsch? Ulknamen? Keine Ahnung. Auf jeden Fall vom Nachbarort wohnen die Kuckucke, in einem Anderen die Schirmchen und wir waren oder sind die Maulesele.  Dies hat man besonders bei  unserm Umzug gemerkt. Wir bekamen Salz und Pfefferstreuer als Esel, ein Eselspiel und Eselshausschuhe, natürlich haben Ramazottines auch 4 Eselskostüme! Lange Rede kurzer Sinn: Ramazottine ist ein „Eselchen“.

Gestern war von unserem jüngste Spross die Weihnachtsfeier in der Grundschule. Jeder brachte Plätzchen und Getränke mit. Außer ich , da mein Sohnemann einfach ohne mir Bescheid zu geben der Lehrerin gesagt hatte: „Meine Mama macht nix!“ So ist er! Na ja, es gab dann eine Spende in die Klassenkasse. Die Kinder hatten Lieder eingeübt, zwei Mädchen spielten Geige (Thekla läßt grüßen) und was bei uns die Blockflöte ist, ist  hier die Melodika. Das alles habe ich ja noch gut überlebt, nur nicht zuviel nachdenken. Aber dann kam es, die Geschichte vom einsamen Eselchen. Ach Gott war das Eselchen so einsam, einsamer ging es gar nicht. Hier eine Kurzbeschreibung:

Es war Weihnachtsabend, eine Nacht voll Dunkelheit und Stille. Es war klar und sehr kalt. Auf der Dorfweide stand frierend ein zotteliges, altes Eselchen.“ So beginnt die zauberhafte, für grosse und kleine Leser gleichermassen anrührende Geschichte, in der das einsame Eselchen dem Weihnachtsmann die letzten Geschenke austragen hilft und schliesslich ein liebevolles Zuhause findet.

Während des Vorlesens sammelte sich ein kleines Tränchen bei mir im Auge. Aus diesem Tränchen entwickelte sich schnell  ein Sturzbach von Tränen. Ramazottine heulte! Ob es jemand mitbekam kann ich nicht sagen, aber ich konnte nicht anders. Manno, warum konnte es in dieser Geschichte nicht um eine Kuh oder um ein Schaf gehen. Nein, ein kleines graues Eslechen mußte es sein. Oder wärs eigentlich egal gewesen, um welches Tier es sich gehandelt hätte?

Als ich mich wieder gefangen hatte, ging es mir auch irgendwie besser. Habe mich unterhalten und schon leichte Kontakte geknüpft. Na so einsam war das Eselchen nun auch wieder nicht! Und das Beste kam zum Schluß. Der erste Einheimische hat mich schon gefragt, wieviel wir für unser Haus bezahlt hätten? Ich glaube ich bin auf einem guten Weg…..und soviel anders als die Saarländer scheinen sie doch nicht so zu sein 😉

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