Bad Aibling und so…

Die heiligen drei Könige verschafften uns heute einen freien Rehatag. Wir hier in Bayern hatten ja einen Feiertag. Das heißt aber nicht, dass ich heute faul war, sondern ganz im Gegenteil. Frühstück um halb acht, danach Fahrrad, Gymnastik und danach war ich zwei Stunden bei super Sonnenschein spazieren und habe euch Fotos mitgebracht. Bad Aibling hat sogar einen Kurpark, der im Frühling, Sommer und bestimmt im Herbst sehr schön ist. (Man beachte: ich bin im WINTER hier) Normalerweise wäre ja auch Schneetreiben und Eissport auf dem Kurparksee, aber irgendwie ist tote Hose, weil kein Schnee und Eis.

Das Städtchen ist recht nett. Wer mehr über Bad Aibling erfahren möchte, kann gerne in Wikipedia nachschauen. Einige kleine Geschäfte (die nur zu den üblichen Öffnungszeiten offen haben). Man merkt an manchen Ecken noch der Charme der guten alten Zeit, wo die Reichen und Schönen noch zur Kur fuhren und in schönen Villen residierten und ihm Sonntagsstaat im Kurpark flanierten. Danach im einem stilvollen Kaffee ihren Nachmittagskaffee und ein Stück Sahnetorte verspeisten. Apropos Sahnetorte….boa hab ich jetzt Lust auf was Süßes. Ich könnte mir ja im Kiosk hier ein Stück Kuchen kaufen, wenn es denn an Sonn- und Feiertagen geöffnet hätte. Grrrrrrr. Die Kalorien habe ich jetzt wieder gespart!!!

Apropos Kalorien. Ich möchte hier ja das eine oder andere Kilo Speck verlieren. Jetzt bin ich am Überlegen ob und wann ich mich das erste Mal wiegen soll. Jetzt? Wenn sich da noch nix getan hat bin ich enttäuscht. Warten? Ha! Ich habe der bösen Seite der Macht eben widerstanden! Ich habe mir nämlich Geld für den Süßigkeitenautomaten mitgenommen, als ich zum Essen ging. Während meiner Vesper kamen die Sternsinger in den Essenssaal sangen ihre Lieder und sammelten Geld. Da ich nur mein Süßigkeitengeld dabei hatte, bekamen die heiligen drei Könige meine süßen Kalorien in Form von 2,50 Euro 😉 und ich bin mit einem guten Gefühl wieder in mein Zimmer gewackelt.

Sodele das wars für heute, morgen schreibe ich euch, wie das mit der Wurst und der Reduktionskost ist ….. Guts Nächtle

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Heute habe ich leider kein Bild für euch!

Der erste Sonntag war gar nicht so übel. Gaaaanz gegen meine Gewohnheiten bin ich heute schon um 7.30 Uhr zum Frühstück geschlendert und konnte es auch unbemerkt auf 60 Minuten ausdehnen . Am Sonntag scheinen die Damen vom Service gnädiger zu sein ;-).

Danach freiwilliges Fahrradfahren und Schymnastik und schwups war es schon wieder halb Zwölf und Mittagessenszeit. Nach einem kleinem Mittagsschläfchen spazierten wir zu dritt nach Bad Aibling. Nach kurzer Suche fanden wir ein nettes Kaffee mit super leckerem Kuchen. Von den ganzen Kalorienbomben suchte ich mir die mit dem niedrigsten Kaloriengehalt aus. Nach und nach gesellten sich noch weitere Leidensgenossinen dazu. Es waren zwei wirklich lustige Stunden. Auch die Dame vom Kaffee hatte ihren Spaß mit uns. Jetzt nach dem Abendbrot sind wir alle ziemlich platt und verziehen uns auf unsere Zimmer. Ein Teil schaut den Tatort und der andere die Pilgerin.

Und da ich heute keine Kamera dabei hatte, gibt es leider kein Foto für euch ;-(

Ach, was ich euch noch erzählen wollte…. Gestern bekam ich über Facebook eine PN von einer Frau mit deren Namen ich am Anfang nichts anfangen konnte. Wie es sich herausstellte war es eine Schulkameradin aus meiner Realschulzeit. Sie las durch Zufall, dass ich zur Zeit am Wendelstein bin. Bis dahin nichts ungewöhnliches. Das Geniale daran ist, dass sie jetzt hier ganz in der Nähe mit ihrer Familie lebt und wir uns vielleicht treffen. Nach ca. 26 Jahren. Das ist doch cool oder?

Meine Kinder dürfen jetzt nicht weiterlesen!!

Von ihr habe ich immer die Hausaufgaben abgeschrieben und bin ihr heute noch sehr dankbar, dass sie nie „NEIN“ gesagt hat 😉

Sodele das wars für heute. Ich wünsche euch ein gutes Nächtle

Von Essenszeiten und 1000 Lichtern

Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich einmal um sieben Uhr Frühsport machen würde und auch noch im Winter, den hätte ich wohl nicht ernst genommen. Aber ich bin für jede Überraschung gut. (Na ja, wenn ich hier nicht dazu gezwungen werden würde, würde ich das auch nicht tun!) Tag 4 meiner Reha begann um sieben Uhr mit einer Atemgymnastik vor geöffneten Türen. Um Acht gab es Frühstück. Ich habe mittlerweile den Milchkaffeetrick heraus bekommen. Man zapft sich einen Pott Kaffee und nimmt sich noch eine zweite Tasse mit Milch. Aber sich bloß nicht erwischen lassen! 🙂

Apropos Essen und Essensraum. Das ist hier sehr streng geregelt. Man bekommt Essenszeiten zugewiesen, die man tunlichst einhalten sollte. Für Frühstück bekommt man 30 Minuten Zeit, für Mittagessen sind auch 30 Minuten eingeplant, am Abend darf man sich sogar 40 Minuten Zeit lassen. 5 Minuten vor Ablauf wird einmal das Licht aus und wieder an gemacht, danach hat man noch kurz Zeit. Ja, hier herrschen strenge Sitten! Und wer zu spät kommt, kann dann nur noch die Platten putzen. Nachgelegt wird nicht. Aber ich will ja abnehmen. Das Essen schmeckt gut und ich werde immer satt. Vor allem ich brauch es nicht zu kochen und kann mich einfach an den Tisch sitzen.

Heute Mittag habe ich mir einen Ausflug gegönnt. Mit einem Bus (wieder voller Frauen) ging es zuerst nach Rattenberg in Tirol, einer Glasbläserstadt. Leider war hier größten Teils tote Hose. Ich genoss es alleine durch die Stadt zu schlendern und fand die Pfarrkirche der Heiligen Notburga. Weiter ging es nach Kufstein, wo ich gemütlich einen Cappucino getrunken und gewartet habe, bis die Kufsteiner ihre 1000 Kerzen anzünden. Das Fest der 1000 Kerzen ist in Kufstein alle zwei Jahre.

Jetzt sitze ich hier und esse trocken Brot und Wasser, weil ich zu spät zum Abendessen kam ;-(

Sodele das wars für heute. Jetzt dürft ihr noch ein paar Fotos anschauen….

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Heute alles über Barcodeaufkleber – Raucher finden schneller Kontakt und Meditativer Tanz ist besser als sein Ruf

Tag 3 meiner Reha begann mit einem starken Kaffee. Hier gibt es nur Pott nichts Kännchen! In dem selbigen Pott ist auch kein Platz mehr für einen Tropfen Milch. Für mich als Milchkaffeetrinker blanker Horror. Mal sehen, vlt will ja jemand mit mir den Kaffee teilen, halbe Tassen gibt es nicht. Gestärkt mit dem Heartmaker wackelte ich zum EKG, es war ja noch recht früh am Morgen. Ob der doch recht starke Kaffee Auswirkungen auf den Rhythmus hatte, werden wir ja sehen.

Es ist auch lustig zu beobachten, wie wir Patienten uns zusammenrotten und Rudel bilden. Die ersten, die Kontakt bekommen sind die Raucher untereinander, danach gesellen sich die Kaffeetrinker dazu. Dann gibt es noch welche, die man gar nicht bemerkt. Ich bin ein Mischtyp ein scheuer Kaffeetrinker, der zuerst mal die Lage sondiert und sich dann einfach einem passenden Rudel anschließt. Mein Wunschrudel trifft sich heute um 15.00 Uhr, um mit dem Moorexpress in die Stadt zu fahren. Ich werde berichten….

Jetzt zu den Barcodeaufklebern. Zusätzlich zu den verordneten Therapien soll oder darf man auch die sogenannten „freiwilligen Leistungen“ in Anspruch nehmen. Dazu zählen Schwimmen und Ergometertraining (Fahrrad). In den jeweiligen Räumen liegen Listen aus. Dort klebt man dann die Barcodeaufkleber ein, die man tausendfach in seinem Therapieordner hat. Mal unter uns: Die haben so viele Aufkleber in meinen Plan reingepackt, die reichen für mich bis zu Ostern. Ich habe bis jetzt beobachtet, dass Männer die Aufkleber schon VOR dem Training aufkleben! Wir Frauen hingegen machen zuerst das Training und kleben dann erst! Wer die meisten Aufkleber nachweisen kann hat gewonnen! Nur was, das wissen wir noch nicht 😉

Über das Meditative Tanzen gibt es gar nicht so viel zu berichten. Es hört sich wirklich viel schlimmer an, als es ist ;-). Wir stellen uns in einen großen Kreis und wackeln ein bisschen nach rechts und wackeln ein bisschen nach links, laufen in die Mitte und wieder zurück, drehen und wenden uns ein bisschen Das alles mit einer meditativen Musik. Späßle gemacht! Wir wackeln nicht, wir laufen schon! Und sich die Schrittfolge zu merken ist bei dieser Musik (weil man manchmal mit den Gedanken abtriftet) gar nicht soooo einfach, da läuft man schon mal gegen seinen Partner.

Heute Mittag ging es nun mit dem Moorexpress nach Bad Aibling mit einem Rudel Frauen jeglichen Alters und Lebhaftigkeit.Und die schlimmsten waren nicht die Jungen 😉  Der arme Busfahrer!

Heute habe ich mich nicht in der Klinik verlaufen!

Sodele das reicht mal wieder für heute, ich will ja auch morgen was schreiben. Ich fahre mit dem örtlichen Busunternehmen (das sich hier eine goldene Nase verdient)  nach Rattenberg und Kufstein am schönen Inn!

Meine Kammer Wendelstein Ein Blick auf den Wilden Kaiser Dachterrasse mit Blick auf den Wendelstein

Mein erster Rehatag !

„Die Suppe, die man sich einbrockt, muss man auch auslöffeln.“ So oder so ähnlich war gestern meine Stimmung als ich meine kleine Kammer in der Rehaklinik betreten habe. Die ersten Tränen kullerten beim Telefonat mit meiner Boygroup, die Nacht hätte auch besser sein können und auf dem Zettel stand: 6:35 Uhr Blutabnahme – Na toll! – Guter Start meine liebe Yohtine!

Aber jetzt ist es hell, die Blutabnahme war ja nicht das Problem, sondern eher die Uhrzeit. Da wusste mein Blut noch gar nicht, das es existiert! Durchsiebt von verschiedenen Einstichstellen wandelte ich zum Aufnahmegespräch. Okay, der Arzt hat es sehr genau genommen mit meiner Aussage, dass ich etwas mobiler, gelenkiger und sportlicher werden möchte. Vielleicht hätte ich  das „etwas“  doch deutlicher erklären sollen. Aber er hatte es wohl überhört. Gott sei Dank hat er mir die 10 km Wanderung in strammen Schritten gnädig erlassen! (und das war kein Witz).

Danach folgten noch ein Heublumenbad, dies sieht aus und riecht, wie wenn man in schwarzem Tee badet. Etwas Gymnastik und einen Einführungsvortrag standen auch noch auf dem Plan.

Kennt ihr das, wenn man beim Strandurlaub frisch ankommt? Man wird sofort erkannt. Hier ist es auch nicht viel anders. Man erkennt die Newbies an folgenden Merkmalen: herum irrende mit einem Schnellhefter (da sind die Therapiepläne drin) bewaffnete (meistens in Jogginganzüge oder auch mal in Bademäntel) Personen. Ich selbst habe mich heute drei mal verlaufen! Und mir war es peinlich, als ich zum dritten Mal an der gleichen Stelle vorbei lief.

Ich weiß auch schon, bei welchen Leuten ich mich morgen nicht an den Tisch setzen werde. Boa gibt es Nörgeler, ich kann euch sagen. Aber das würde zu lang werden…. Apropos Tisch und Essen: Dass ich mich auf Reduktion gesetzt habe, bereue ich zutiefst! 😉 Eine mit Bulgur gefüllte Tomate mit Reis und Gemüse war mein Mittagessen. Davon soll ich satt werden?

Sodele das wars für heute und morgen erzähl ich euch von meinen ersten Meditativen Tanzerfahrungen (und das ist auch kein Witz)

Guts Nächtle

Mein persönliches Weihnachtsritual

Tannenbaum 2013

Tannenbaum 2013

Jeder hat irgendwelche Rituale. Ich habe ein ganz bestimmtes am 24. Dezember.

Meine Boygroup hat nicht ganz so viel am Dekorieren und am Tannenbaumschmücken. Macht überhauptgarnix, weil da kann ich mich jedes Jahr austoben.

Gegen elf Uhr richte ich mir die Weihnachtskugeln,  das Lametta (Lametta ist ein MUSS). Eine Bestimmte CD mit Weihnachtsliedern und Gedichte wird abgespielt und eine Flasche Sekt wird geöffnet und schon kann es los gehen. Ab jetzt bin ich ganz alleine, keiner darf mehr ins Zimmer. Während ich den Tannenbaum schmücke höre ich Gedichte und lausche der Musik und dann…. und dann rollen die Tränen, wie jedes Jahr. Das macht aber nix, weil ich ja weiß, dass sie rollen werden. Ich lache auch immer an der selben Stelle bei einer Geschichte. Ich nehme mir diese Zeit um an liebe Menschen zu denken, die nicht mehr da sind, an vergangene Weihnachten zu Hause und und und

Nach einer Stunde kommt auf der CD „Oh du fröhliche..“ Der Baum ist geschmückt  und alles ist wieder gut!  „The same procedure as last year….The same procedure as every year“

Aus Ramazottine wird Yohtine

In meinem Blog ist und war die Zeit ein großes Thema. Jetzt wird es Zeit  aus „Ramazottines Umzugsblog“  „Yohtine`s Welt“ entstehen zu lassen.

Es wird wohl ein bisschen Zeit brauchen bis ich hier alles nach meinen Vorstellungen rumgeschubst habe, aber ich bin guten Mutes und gehe die Sache mutig an!